PROJEKTEAnthologie spanische und hispanoamerikanische Lyrik

Luis de Góngora, Werke (Iriarte-Manuskript). © Biblioteca de la Fundación Lázaro Galdiano, Madrid

Zu den Besonderheiten der spanischsprachigen Literaturen gehören Prestige und Langlebigkeit ihrer lyrischen Formen. Die Traditionslinien hispanischer Lyrik sind, im Vergleich etwa zu englischer, französischer oder italienischer Dichtung, einem größeren deutschen Publikum noch immer wenig bekannt. Das Projekt einer umfangreichen zweisprachigen Anthologie spanischsprachiger Lyrik soll diese Situation ändern. Sie konfrontiert sorgfältig edierte Originaltexte mit deutschen Übersetzungen, die zu einem erheblichen Teil neu in Auftrag gegeben wurden. Ergänzt wird dieses Korpus durch einen wissenschaftlichen Kommentar. Die Anthologie wird erarbeitet von einem fünfköpfigen Team von Literaturwissenschaftlern/innen und Übersetzern/innen. Ziel ist es, bezüglich Umfang, historischer Spannweite und philologischer Sorgfalt höchsten Ansprüchen zu genügen. Die Edition versammelt die Höhepunkte der Lyrik Spaniens und Hispanoamerikas von den Anfängen bis zur Gegenwart, d.h. von den proto-spanischen Ursprüngen im Al-Andalus des 11. Jahrhunderts bis zur globalen spanischsprachigen Literatur Ende des 20. Jahrhunderts.

Das Projekt umfasst 4 Bände à 500 Seiten, davon jeweils etwa 100 Seiten Anhang, insgesamt 2000 Seiten. Es entsteht als Kooperation zwischen dem Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der LMU München und dem Verlag C. H. Beck.

Editionen:

  • Bd. 1: Von den Anfängen bis Francisco de Herrera, hrsg. v. Horst Weich und Martin von Koppenfels

  • Bd. 2: Vom Luis de Góngora bis Rosalía de Castro, hrsg. v. Martin von Koppenfels und Johanna Schumm

  • Bd. 3: Von José Martí bis Miguel Hernández, hrsg. v. Petra Strien und Susanne Lange

  • Bd. 4: Von Luis Cernuda bis zur Gegenwart, hrsg. v. Susanne Lange und Petra Strien

Luis de Góngora, Porträt. Kodex Chacón (1628), © Biblioteca Nacional de España, Madrid

Herausgeberteam:

  • Prof. Dr. Martin von Koppenfels (LMU München): Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft mit romanistischem Schwerpunkt, Forschung u.a. zur spanischsprachigen Lyrik; daneben auch als literarische Übersetzer hervorgetreten (Paul Scheerbart-Preis der Rowohlt-Stiftung für die Neuübersetzung von García Lorcas Poeta en Nueva York, 2001).

  • Prof. Dr. Horst Weich (LMU München): Professor für romanische Philologie mit Schwerpunkten in spanischer und portugiesischer Literatur. Forschung u.a. zur spanischen Literatur der frühen Neuzeit.

  • Dr. Johanna Schumm: Wissenschaftliche Rätin im Fach Allgemeine u. Vergleichende Literaturwissenschaft; Forschung u.a. zur spanischen Barockliteratur.

  • Dr. Susanne Lange: freie Übersetzerin (Berlin). Vielfach preisgekrönte Übersetzerin spanischsprachiger Literatur (Spanien und Hispanoamerika), u.a. Johann-Heinrich-Voss-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (2009).

  • Dr. Petra Strien-Bourmer: freie Übersetzerin (Berlin). Übersetzerin spanischsprachiger Literatur (Spanien und Hispanoamerika). Ausgezeichnet u.a. mit dem Cotta-Literaturpreis (2017).

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Annegret Liepold (AVL, LMU München)

Koordinator: Dr. Fabian Sevilla (Romanische Philologie, LMU München)

 

Wissenschaftlicher Beirat:

  • Prof. Dr. Bernhard Teuber (LMU München): Professor für Romanische Philologie mit Forschungsschwerpunkten u.a. in der älteren spanischen Literatur.

  • Prof. Dr. Gerhard Poppenberg (Universität Heidelberg): Professor für Romanische Philologie mit Forschungsschwerpunkten u.a. in spanischen und lateinamerikanischen Literaturen.